Spannende Voyeure

In jedem von uns steckt ein Voyeur, wenn wir auf der Straße einer gut gebauten Blondine nachschauen. Die Kunst ist, zu sehen, was eigentlich nicht zu sehen ist...



Jagdtechniken des Voyeurs
Wir wollen uns an dieser Stelle nicht mit den Männern befassen, die an einem nasskalten, verregneten November-Abend mit hochgeschlagenem Mantelkragen frierend in den Holunderbüschen eines Vorgartens herumlungern und sich die Nase an einem beschlagenen Badezimmer-Fenster platt drücken, um einen verbotenen Blick auf die abgezehrten Brüste der Nachbarin zu erhaschen. Uns geht es vielmehr um den Voyeur, der in jedem von uns steckt, wenn wir auf der Straße einer gut gebauten Blondine im Minirock nachschauen. Wir berichten über die Kunst, zu sehen, was eigentlich nicht zu sehen ist, ohne dabei ertappt zu werden.

Wenn der Sommer kommt
Mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr werden die Röcke immer kürzer, die T-Shirts immer knapper und das Männerauge findet keine Ruhe mehr. Welch ein Genuss muss es doch für eine gut gebaute Frau sein, die aufgegeilten Blicke der Männer auf ihren Kurven zu spüren. Ist es wohl auch, trotzdem beginnt an dieser Stelle das Dilemma: Ihre Reize trägt sie nicht für jeden zur Schau, sondern nur für den, der ihr gerade passt - und am besten sieht er auch gleich aus wie Brad Pitt. Alle anderen müssen wie der Hund beim Metzger draußen bleiben.

Da wir nun mal nicht allesamt wie Brad Pitt aussehen, aber dennoch auf das flüchtige Vergnügen nicht verzichten möchten, haben wir ausgefeilte Techniken entwickelt, unauffällig hinter ihre Kulissen zu sehen. Nehmen wir mal eine junge hübsche Frau in einem langen Kleid, die im hellen Sonnenlicht über die Straße flaniert. Ist der Stoff nur dünn genug, bietet sich dem geschulten Auge darunter ein erregendes Schattenspiel, bei dem weibliche Formen und aufreizende Dessous kunstvoll in Szene gesetzt werden. Wichtig ist dabei natürlich immer, wie ein Gentleman zu genießen und nicht beim Anblick einer wohlproportionierten Frau die Kinnlade herunterzuklappen, die Augen aus dem Kopf treten und den Sabber in breiten Bächen aus den Mundwinkeln rinnen zu lassen. Das Voyeur-Auge will geschult werden und zum Arbeitsmaterial gehört die dunkle Sonnenbrille schon fast zwingend mit dazu. Hinter ihrer Deckung können die Augen wie zwei Flipperkugeln in ihren Höhlen rotieren, während die Gesichtszüge Coolness simulieren.
Ein großer Busen ist der Blickfang für Männer schlechthin. Ein einladend ausladendes Dekolleté fordert das Auge geradezu heraus. Doch so sehr eine Frau das Spiel mit ihren sexuellen Attributen auch lieben mag, will sie sich doch nicht auf diese reduziert wissen. In solch einem Moment ist der Jagdinstinkt gefragt: Augenkontakt, auch wenn er noch so schwer fällt, ein unverfänglicher Flirt und warten auf einen Moment der Unaufmerksamkeit. Das ist dann der "Augenblick", in dem der Jäger seine Beute erlegt.

Der Blick für die Details
Jederzeit die Situation zu kontrollieren und niemals auf frischer Tat ertappt zu werden, zeichnet den Jäger aus und macht ihn für die Frau umso interessanter. Ein Blick sollte genügen, ihre Reize vollständig zu erfassen. Sie weiß natürlich ganz genau, dass sie beobachtet wird und sie überträgt die Souveränität, mit der man es vermeidet, erwischt zu werden, auch auf die Fähigkeit, beim Sex einen kühlen Kopf zu bewahren. Diese Meisterschaft zu erlangen, erfordert ein intensives Studium weiblichen Verhaltens. Wenn man es schafft, jede ihrer möglichen Bewegungen vorauszuahnen, dann wird das Spannen für beide zu einer wirklich spannenden Angelegenheit.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wenn aus dem Blickkontakt ein Flirt wird. Die meisten Männer vergessen dann schnell, dass sie außer ihren langen, schlanken Beinen, dem knackig runden Po und den prallen Brüsten noch andere Attribute hat, die es zu würdigen gilt. Hat sie schöne Augen, lange, geschwungene Wimpern, appetitlich volle Lippen? Dass sie einen tollen Busen hat, weiß sie selbst - dass sie schöne Augen hat, hat ihr vielleicht noch niemand gesagt. Geradezu hypnotisierend zu beobachten ist, wie Frauen - häufig unbewusst - ihre Beine bewegen, besonders wenn sie einem Mann gegenübersitzen, von dem sie sich angezogen fühlen. Manchmal schlagen sie ihre Beine übereinander, indem sie sie vorher leicht öffnen. Fast meint man dabei zu hören, wie der Slip im Schritt raschelt und die Schamlippen den Kitzler leicht pressen. Als ob sie versteckt masturbieren würde, scheint sie damit eindeutige Signale aussenden zu wollen. Der Sommer ist ideal, den Frauen bis auf die Haut zu schauen, denn weniger Kleidung bedeutet mehr sehen. Wenn ärmellose Tops, kurze Röcke, knappe T-Shirts und enge Hosen angesagt sind, dann ist Jagdsaison. Oft bietet eine rassige Hinteransicht ebenso viel Vergnügen wie eine aufreizende Frontansicht. Ein apfelförmiger Knackarsch und eine verführerische Wespen-Taille versüßen den Wechsel der Perspektive - und man läuft vor allem nicht Gefahr, ertappt zu werden.

Der obere Rand eines Straps-Strumpfes unter dem Rock, die sündig verführerische Spitze aufreizender Dessous, die durch den hauchdünnen Stoff einer Seidenbluse schimmert oder ein winzigkleiner Tanga, der sich unter einer engen weißen Hose abzeichnet: Die visuellen Reize in freier Wildbahn sind mannigfaltig und das geschulte Jägerauge schwelgt in einer Symphonie der Kurven und Formen ohne die Deckung seiner teilnahmslosen Fassade aufzugeben.

Vergessen Sie jedoch bitte nie, dass Sie einer Frau durch zu auffälliges Anstarren auch Angst machen können; also vermeiden Sie dies auf jeden Fall! Falls Sie uns Ihr schönstes "Spanner-Erlebnis" erzählen möchten, würden wir uns über eine Email an werbung@sexmagazin.at sehr freuen.

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