aktiv/passiv

Aktiv und Passiv sind Begriffe die bei der Sexualität oft zu hören sind. Dabei sind diese Begriffe ziemlich nichts sagend, aber sie geben eine Richtung vor was der Mensch mag und für Vorlieben hat.

Bei vielen sexuellen Akten gibt es einen passiven Part und einen aktiven. Dies ist durch die unterschiedlichen Stellungen meist schon vorgegeben, umgangssprachlich "der eine hat immer mehr Arbeit". Wenn die Frau von hinten im liegen genommen wird, ist sie passiv und der Mann aktiv. Bei vielen Stellungen erübrigt sich die aktiv/passiv Frage. Oft wird aber den Frauen allgemein vorgeworfen, sie seien stets passiv und lassen alles über sich ergehen ohne Gefühle und Regungen zu zeigen. Dieses passiv ist nicht gemeint, denn wenn eine Frau sich nicht einbringen will, ist sie zwar passiv, aber es ist keine besondere Neigung.
Bei einer ausgeglichen sexuellen Beziehung wechseln sich die Rollen aktiv/passiv ab und mit den Stellungen, der Stimmung der Personen oder der sexuellen Lust wird der Passive schnell auch zum Aktiven.

Konkreter wird es bei spezielleren Vorlieben und Fetischen. Stehen die sexuellen Partnerschaften vielleicht auf Natursekt, heißt dies nicht, dass man automatisch angepinkelt werden möchte oder den Anderen bepinkeln möchte. Aktiv/passiv ist in solchen Fällen wichtig, aktiv würde bedeuten, dass man selbst jemanden anuriniert. Passiv würde bedeuten, dass man angepinkelt wird.

Auch bei Dominanz-Spielchen ist es wichtig wer aktiv/passiv ist. Der Aktive ist meist der Dominante und bestimmt und herrscht über den Devoten. Der Devote nimmt eine passive Rolle ein, die er demutsvoll spielt. Er lässt vielen (Schläge, Fesseln...) mit sich geschehen und kann/darf nicht in das Liebesspiel eingreifen.

Bei Fesselspielen ist es hingegen sehr eindeutig wie die Verteilung von aktiv/passiv ist. Der Gefesselte nimmt den passiven Part ein und kann durch die Fesselungen auch gar nicht aktiv werden.

Egal welche Rolle man bei sexuellen Kontakten einnimmt, es ist immer wichtig, dass man sich selbst wohl dabei fühlt und sich nicht verstellen muss, denn dies hemmt nur das Lustempfinden.